MB1-C 5.1.1

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BODENUNTERSUCHUNG
Wasserdurchlässigkeit, gesättigt C 5.1.1

Bestimmung der Wasserdurchlässigkeit von Böden im wassergesättigten Zustand
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Zweck und Anwendungsbereich
 
Die Wasserdurchlässigkeit bzw. der Durchlässigkeitsbeiwert, kf, kennzeichnet die Funktion von Bodengefügen und die Auswirkungen von Gefügeveränderungen (HARTGE u. HORN, 1993) grundwasserfreier Horizonte in Mineral- und Moorböden für den Makrostofftransport. Der Parameter eignet sich zur Beurteilung von Bodenschadverdichtungen sowie zur Untersuchung von Fragen der Dränung, der Bewässerung und der Ergiebigkeit von Brunnenbohrungen. Die Methode ist vorzugsweise an ungestörten wassergesättigten Volumenbodenproben (Stechzylinderproben) anzuwenden, in Abhängigkeit von der Fragestellung auch an gestörten Bodensäulen.
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Prinzip
 
Ein Boden, dessen Porensystem vollständig mit Wasser gefüllt ist, wird als Filterkörper betrachtet. Bei gegebenem hydraulischem Gradienten i, der durch die hydrostatische Druckhöhe h, bezogen auf die Filterlänge l, definiert ist, wird die Filtergeschwindigkeit v (synonym: Wasserfluss, Wasserbewegung, Fließgeschwindigkeit) zusätzlich von einem bodenspezifischen Faktor, dem Durchlässigkeitsbeiwert kf (synonym: Wasserdurchlässigkeit, hydraulische Leitfähigkeit, Permeabilität) bestimmt (KUNTZE et al., 1983). Der kf-Wert wird ermittelt, indem eine wassergesättigte Bodenprobe einer konstanten Druckdifferenz (Druck, alternativ auch Unterdruck) ausgesetzt und die in der Zeiteinheit perkolierende Wassermenge aufgefangen und gemessen wird.

Methodenbuch I, 4. Teillfg. 2004
© Copyright by VDLUFA-Verlag, Darmstadt
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