MB1-A 10.2.1

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BODENUNTERSUCHUNG
Pflanzenschädigende Stoffe A 10.2.1

Keimpflanzentest zum Nachweis von pflanzenschädigenden Stoffen in Kultursubstraten und Substratausgangsstoffen
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Zweck und Anwendungsbereich
 
Das Verfahren dient dem Nachweis von pflanzenschädigenden Stoffen, die durch Aufnahme über die Wurzel wirken, und kann bei Kultursubstraten (professionelle Substrate des Erwerbsgartenbaus sowie Blumenerden für den Hobbybereich) und Substratausgangsstoffen angewendet werden. Es ist prinzipiell auch zur Prüfung von Bodenhilfsstoffen und Substratzuschlagstoffen geeignet. Für Schadstoffe mit Wirkung über die Gasphase siehe A 10.2.2. Das Verfahren ist nicht als Nachweis einer unzureichenden Nährstoffversorgung, z. B. auf Grund einer Stickstoffimmobilisierung, geeignet.
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Prinzip
 
Aussaat einer definierten Saatgutmenge von Chinakohl (Brassica rapa ssp. pekinensis) als Anzeiger für Schadursachen allgemeiner Art bzw. von Sommergerste (Hordeum vulgare) als Spezialanzeiger für Schadstoffe, die auf einkeimblättrige Pflanzen wirken. Für bestimmte pflanzenschädigende Stoffe können andere Pflanzengattungen u. U. geeigneter sein. Die Aussaat erfolgt in das zu prüfende Material bzw. in Mischungen mit dem zu prüfenden Material sowie parallel in ein standardisiertes Vergleichssubstrat in Kleingefäße mit anschließender Anzucht der Keimpflanzen unter standardisierten Bedingungen bis zu einem definierten Entwicklungsstadium. Anschließend werden die Keimlinge ausgezählt, ggf. auftretende Schäden an Wurzeln und oberirdischen Teilen der Testpflanzen im Vergleich mit den im Vergleichssubstrat herangewachsenen Pflanzen bonitiert und der dicht an der Oberfläche der Prüfsubstrate abgeschnittene Aufwuchs im frischen Zustand gewogen.

Methodenbuch I, 7. Teillfg. 2016
© Copyright by VDLUFA-Verlag, Darmstadt
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