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BODENUNTERSUCHUNG
Probenahme, allgemein A 1.0

Allgemeine Richtlinien zur Entnahme von Bodenproben
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Zweck und Anwendungsbereich
 
Das Ziel von Bodenuntersuchungen jeglicher Art ist die quantitative Bestimmung von chemischen, physikalischen oder biologischen Parametern (Inhaltsstoffen, Eigenschaften, Keimzahlen, Aktivitäten usw.), die den wahren Wert der jeweiligen Meßgröße innerhalb eines zulässigen, statistisch fundierten Streubereiches repräsentieren. Voraussetzung hierfür ist, daß das Analysenverfahren und die zugehörigen Vorarbeiten nur mit zufälligen, d. h. unvermeidlichen Fehlern behaftet sind und beide keine systematischen (auch als Mißweisungen bezeichneten) oder gar groben Fehler (z. B. unberücksichtigte Ausreißer) enthalten. Auch wenn diese Vorbedingungen erfüllt sind, wird der analytisch gefundene den wahren Wert nur dann repräsentieren, wenn das zur Untersuchung entnommene Material für die Gesamtheit, aus der es stammt, repräsentativ ist.
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Prinzip
 
Der Gesamtkomplex der Probenahme setzt sich somit aus zwei Teilschritten, der Probenentnahme (Entnahme von Anteilen (Proben) aus einer nach Masse bzw. Volumen definierten Gesamtmenge, z. B. Schlag, Ackerkrume) und der Probenbearbeitung Verjüngung, Trocknung, Kühlung u. a.) zusammen (vgl. ÖNORM L 1054). Beide Teilschritte sind gleichermaßen von Bedeutung für das Ausfallen des Analysenergebnisses und daher nach festgelegten, häufig genormten Richtlinien auszuführen (z. B. DIN 4222; DIN 19681; ÖNORMEN 1055 bis 1059).

Methodenbuch I, Grundwerk
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