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Allgemeine Informationen über die Durchführung von Ringversuchen im VDLUFA

Im VDLUFA führen die Fachgruppen Bodenuntersuchung, Düngemitteluntersuchung, Saatgut, Futtermitteluntersuchung, Milch und Umwelt- und Spurenanalytik regelmäßige Ringuntersuchungen durch

  • zur Methodenvalidierung und Evaluierung (methodische Ringversuche),
  • zur externen Qualitätssicherung (Ringversuche zur Qualitätssicherung) sowie
  • zur Zertifizierung von Referenzmaterial.

Eine Teilnahmemöglichkeit an diesen internen Ringversuchen besteht ausschließlich für Verbandsmitglieder.

In den Ringversuchen werden vor allem Futter- und Düngemittel, Böden, gärtnerische Erden sowie Saatgut untersucht. Hierdurch wird nicht nur ein hoher Qualitätsstandard bei den teilnehmenden Laboren erreicht, sondern durch die Vielfalt der Ringversuchsproben und der unterschiedlichen Konzentrationen der Parameter in den jeweiligen Ringversuchsproben erfahren die Methoden auch eine fortwährende Ãœberprüfung.

Zusätzliche bietet der VDLUFA zwei öffentliche Ringversuche an, die auch Nichtmitgliedern offen stehen:

  • EU Düngemittel-Ringtest
  • Futtermittel-Ringtest

Methodische Ringversuche
Bei der Methodenvalidierung werden wichtige Qualitätsparameter wie Wiederholvariationskoeffizient, Vergleichsvariationskoeffizient, Wiederfindungsrate und Messunsicherheit ermittelt. Jeder Ringversuch muss mit mindestens 8 verschiedenen Laboratorien durchgeführt werden. Alle Labore sollten über vergleichbare Kompetenzen in dem für die zu prüfende Methode betreffenden analytischen Fachgebiet verfügen. Aus den Ringversuchsergebnissen lassen sich Aussagen zur Robustheit einer Methode, zur Leistungsfähigkeit der Labore und zu den im Ringversuch untersuchten Proben machen. Für die Ableitung der Analysentoleranz werden in Ringversuchen gewonnene gehaltsbereichsabhängige statistische Kennwerte wie Vergleichsvariationskoeffizient, Messungenauigkeit und Horwitz-Ratio herangezogen.

In einem Positionspapier aus dem Jahr 2007 wurden Zielsetzung, Planung, Umsetzung und Auswertung von methodischen Ringversuchen ausführlich erläutert.
[Positionspapier zu Ringanalysen Methodenentwicklung - 43 KB]
 
Ringversuche zur Qualitätssicherung
Ringuntersuchungen zur externen Qualitätssicherung dienen zur Selektion von kompetenten Laboratorien. Die erfolgreiche Teilnahme an Ringuntersuchungen ist Voraussetzung für eine staatliche Zulassung (Notifizierung) für die Durchführung von sachverständigen und amtlichen Untersuchungen. Eine Notifizierung als Voraussetzung für amtliche Untersuchungen ist für die geregelten Bereiche Düngemittelverordnung, Bioabfallverordnung, Klärschlammverordnung und Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung erforderlich.

Die Auswertung
Der VDLUFA führt Ringversuchs nach dem Stand der Wissenschaft entsprechenden, allgemein gültigen Regeln und aktuellen Normen (z. B. AQS-Merkblatt A3 (9/1998), DIN 38402 A45, International harmonized protocol for the proficiency testing of analytical chemistry laboratories, IUPAC Technical Report (2006), Methode Tattersfield bei Saatgut). VDLUFA-Ringversuche werden mit einer vom VDLUFA autorisierten Software ausgewertet (zurzeit ProLab der Firma quodata (Dresden). Für die Dokumentation und Archivierung der Ringversuche gelten im VDLUFA Mindestanforderungen.