MB6-M 9.1

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MILCH UND MILCHPRODUKTE
Somatische Zellen M 9.1

Zählung somatischer Zellen in Rohmilch: Einführung
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Zweck und Anwendungsbereich
 
Nach einer Definition der International Dairy Federation (IDF) sind "Mastitiden entzüdliche Erkrankungen der Milchdrüse, die neben physikalischen, chemischen und mikrobiologischen Veränderungen durch ein vermehrtes Auftreten von somatischen Zellen - insbesondere Leucozyten - in der Milch sowie pathologische Veränderungen der Milchdrüse gekennzeichnet sind". Durch den Krankheitskomplex der Mastitiden wird somit die sekretorische Leistungsfähigkeit der Milchdrüse sowohl quantitativ als auch qualitativ beeinträchtigt. Die Höhe der Zellzahl ist ein empfindlicher Gradmesser für den Reizzustand der Milchdrüse.
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Prinzip
 
Ausschlaggebend für alle Untersuchungen ist eine ordnungsgemäße Probenahme aus den angelieferten Erzeugermilchen. Vor der Entnahme der Untersuchungsproben ist die Milch gründlich zu druchmischen. Bei Verwendung automatischer Probenahmegeräte sind ausschließlich typengeprüfte Geräte zu verwenden. Die Proben müssen kühl gelagert werden; die Lagertemperatur darf bis zum Beginn der Untersuchung bzw. Konservierung 6 °C nicht überschreiten. Die chemische Konservierung der Proben ist durch Zusatz eines Konservierungsmittels auf der Basis der o-Borsäure möglich. Die Endkonzentration der o-Borsäure in der Probe darf 0,6 g/100 ml nicht übersteigen. Geeignete Konservierungsmittel sind im Handel erhältlich.

Methodenbuch VI, Grundwerk
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