MB6-M 8.2

Preis: 17 € zzgl. MwSt & gegebenenfalls Versand

MILCH UND MILCHPRODUKTE
Hemmstoffnachweis M 8.2

Nachweis von Hemmstoffen in Sammelmilch: Agar-Diffusionstest (Referenzverfahren)
1
Zweck und Anwendungsbereich
 
Die hier beschriebene Methode dient zum Nachweis von Hemmstoffen in Sammelmilch (Rohmilch) sowie in Säuglings- und Kleinkindernahrung auf Milchbasis mit dem Blättchentest. Die Verwendung geeigneter chemischer Konservierungsmittel stört den Reaktionsablauf nicht.
2
Prinzip
 
Der Bakterienstamm Bacillus stearothermophilus var. calidolactis weist gegenüber Penicillinen eine besondere Empfindlichkeit auf. Die Nachweisgrenze ist auf eine Benzylpenicillin-Konzentration von 4 µg/kg eingestellt. Die Zugabe von Trimethoprim bzw. anderen vergleichbaren Antifolaten zum Testsystem erhöht dessen Nachweisempfindlichkeit gegenüber Sulfonamiden. Blättchen werden mit der zu untersuchenden Probe getränkt und anschließend auf die Oberfläche eines mit einer Bacillus stearothermophilus var. calidolactis-Kultur beimpften Agar-Nährbodens gelegt. Beim Bebrüten vermehren sich die Bakterien und bewirken eine Trübung des Agarmediums. Enthält die Probe Substanzen, die das Wachstum des Teststammes hemmen, bleibt um das Blättchen eine klare Zone erhalten. Konzentration und Art des Hemmstoffes haben Einfluß auf die Breite der Hemmzone. Eine Identifizierung und Quantifizierung nachgewiesener Hemmstoffe ist mit diesem Verfahren nicht vorgesehen. Hierfür wird auf das Antiinfectiva-Suchverfahren verwiesen.

Methodenbuch VI, 5. Erg. 2000
© Copyright by VDLUFA-Verlag, Darmstadt
Seite 1