MB6-M 7.19

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MILCH UND MILCHPRODUKTE
gram-negative Bakterien M 7.19

Nachweis von gram-negativen Bakterien in Milch und Milchprodukten: Koloniezählverfahren mit VRBD-Agar (Spatelverfahren)
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Zweck und Anwendungsbereich
 
Die hier beschriebene Methode dient zur Bestimmung gram-negativer Bakterien in Milch- und Milchprodukten. Gram-negative Bakterien, wie z. B. die Enterobakterien, Pseudomonaden und Aeromonaden werden durch die in der Milchindustrie angewandten Erhitzungsverfahren in hinreichemdem Maße inaktivert. Der Nachweis dieser Bakterien zeigt somit eine Rekontamination an und eignet sich als Indikator für die technologische Sorgfalt.
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Prinzip
 
Kristallviolett und Gallesalze hemmen weitgehend die gram-positive Begleitflora. Ursprünglich wurde VRBD-Agar für den Nachweis der fakultativ anaeroben Enterobakterien konzipiert. Um das Wachstum nicht-fermentativer, aerober gramnegativer Bakterien zu unterdrücken, wird eine Überschichtung des gegossenen Nährbodens bzw. anaerobe Bebrütung empfohlen. Bei aerober Kultivierung und verlängerter Bebrütungszeit (48 h) lassen sich jedoch auch Pseudomaden und Aeromonaden nachweisen. Der Ansatz erfolgt nach M 6.3.4 (Spatelverfahren) mit einer Bebrütungszeit von 48 h bei 30 °C. Sämtliche Kolonien, die größer als 0,5 mm sind, werden gezählt.

Methodenbuch VI, 4. Erg. 1996
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