MB6-M 7.13

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MILCH UND MILCHPRODUKTE
Thermodure Mikroorganismen M 7.13

Bestimmung thermodurer (thermoresistenter) Mikroorganismen
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Zweck und Anwendungsbereich
 
Die hier beschriebene Methode ist ein Verfahren zur Bestimmung der Anzahl thermodurer (thermoresistenter) Mikroorganismen. Als thermodur werden diejenigen Mikroben bezeichnet, die eine Pasteurisierung überstehen. Thermodure, isoliert aus Rohmilch, gehören folgenden Bakteriengruppen an: Micrococcus, Microbacterium, Entero- und Streptococcus, Lactobacillus, Bacillus, Clostridium sowie gelegentlich gramnegative Bakterien (Acinetobacter). Eine hohe Thermodurenzahl der Milch steht im Zusammenhang mit einer unhygienischen Milchgewinnung. Insbesondere psychrotrophe thermodure Keimarten verkürzen die Haltbarkeit pasteurisierter Milch.
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Prinzip
 
Von der gut durchmischten Milchprobe werden 5 ml in ein Reagenzglas pipettiert. Das Röhrchen wird bei 63 °C ± 0,5 °C für 30 Minuten im Wasserbad heiß gehalten und sofort auf 10 °C abgekühlt. Aus diesem Ansatz bzw. aus daraus hergestellten Verdünnungen wird jeweils 1 ml in Petrischalen pipettiert, mit Plate-Count-Agar mit Magermilch-Zusatz vermischt und bei 30 °C für 72 h aerob bebrütet (Plattenguß-Verfahren). Die Kolonien werden gezählt und auf die Anzahl koloniebildender Einheiten je ml der Probe umgerechnet = Thermodurenzahl/ml (LPC = Laboratory Pasteurization Count).

Methodenbuch VI, 4. Erg. 1996
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