MB6-M 7.9.3

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MILCH UND MILCHPRODUKTE
Gasbildner, heterofermentativ M 7.9.3

Nachweis von heterofermentativen gasbildenden Milchsäurebakterien
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Zweck und Anwendungsbereich
 
Die hier beschriebene Methode dient zur Zählung und Identifizierung von heterofermentativen gasbildenden Milchsäurebakterien, im besonderen der Spezies Lb. fermentum und Leuconostoc. Diese Keime können in sauren Milcherzeugnissen zu Bombagen und bei Käse zu unerwünschter Lochbildung führen.
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Prinzip
 
MRS-Medien enthalten die für Laktobazillen und Vertreter der Gattung Leuconostoc als spezielle Wachstumsfaktoren bekannten Substanzen Acetat, Magnesium und Mangan, sowie eine reichhaltige Nährstoffgrundlage. Zur selektiven Erfassung der gasbildenden Spezies wird MRS-Bouillon - mit Zusatz von Durhamröhrchen - verwendet. Um auszuschließen, daß andere Fremdkeime, wie Coliforme und Sporenbildner (aerobe/anaerobe) für die Gasbildung verantwortlich sind, ist es notwendig, aus gaspositiven Röhrchen mikroskopische Präparate (Nativpräparat) anzufertigen und ggf. auf Selektivmedien (z. B. BRILA- oder LST-Bouillon ) zu überimpfen. Es kommt die Titer- oder MPN-Methode zum Einsatz: siehe M 7.2.2.2. Von der flüssigen oder in flüssigen Zustand versetzten Probe werden dezimale Verdünnungen hergestellt. Der Ansatz erfolgt durch Anlegen von jeweils drei Parallelröhrchen von mindestens drei aufeinanderfolgenden Verdünnungsstufen. Es wird 72 h bei 30 °C (ggf. 12 °C oder 45 °C) bebrütet und anhand der positiven Reaktionen der Titer oder die wahrscheinlichste Keimzahl (MPN = Most Probable Number) bestimmt.

Methodenbuch VI, 4. Erg. 1996
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