MB6-M 7.2.4

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MILCH UND MILCHPRODUKTE
Coliforme Keime M 7.2.4

Bestimmung präsumtiver Escherichia coli und coliformer Keime MPN-Methode mit LST/MUG-Nährmedium
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Zweck und Anwendungsbereich
 
Die hier beschriebene Methode dient der kombinierten Bestimmung präsumtiver (wahrscheinlicher) Escherichia coli (E. coli) und coliformer Keime in Milch, Milchprodukten, Speiseeis, Säuglings- und Kleinkindernahrung auf Milchbasis mit einem flüssigen Nährmedium.
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Prinzip
 
Natriumlaurylsulfat hemmt weitestgehend das Wachstum nicht zu den Enterobakterien gehörender Mikroorganismen. E. coli bildet die Enzyme ß-Glucuronidase und Tryptophanase. ß-Glucuronidase spaltet das 4-Methylumbelliferyl-p-D-Glucuronid (MUG) in Glucuronsäure und eine im langweiligen UV-Licht fluoreszierende Substanz, das Methylumbelliferon. Durch die Tryptophanase wird aus der Aminosäure Tryptophan das chemisch nachweisbare Indol gebildet. Enterobakterien, die nach diesem Verfahren nur Gas aus der Lactose bilden, werden als coliforme Keime gewertet. Der Ansatz erfolgt nach M 7.2.2.2 (Titer- und MPN-Methode). Zum Nachweis von E. coli wird 24 h bei 30 °C bebrütet, auf Fluoreszenz und Indolbildung geprüft. Zum Nachweis coliformer Keime wird dann weitere 24 h bei 30 °C bebrütet und auf Gasbildung geprüft.

Methodenbuch VI, 3. Erg. 1995
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