MB6-M 6.4.1

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MILCH UND MILCHPRODUKTE
Keimzahl M 6.4.1

Mikrokoloniezählung: Optische Mikrokoloniezählung (Referenzverfahren)
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Zweck und Anwendungsbereich
 
Die hier beschriebene Methode dient zur Bestimmung der Mikrokoloniezahl in Rohmilch.
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Prinzip
 
Die optische Koloniezählung erfaßt alle lebenden Keime und Keimagglomerationen, die innerhalb von 20 h bei einer Bebrütungstemperatur von 21 °C unter festgelegten Nährstoff-, Sauerstoff- und Raumverhältnissen zu einer bestimmten Größe heranwachsen. Das hat den Vorteil, daß die beim Keimzählverfahren nach KOCH erforderliche Bebrütungszeit von 72 h auf 20 h verkürzt wird und ein Ergebnis bereits am Tag nach der Probenahme vorliegt. Um eine negative Beeinflussung des Koloniewachstums zu vermeiden, dürfen die Proben nicht unter 4 °C gekühlt werden. Mit der Bebrütungstemperatur von 21°C werden diejenigen Keime erfaßt, die bei den derzeitigen Milchgewinnungs-, Kühlungs- und Verarbeitungsbedingungen von besonderer Bedeutung sind. Die Kolonien bleiben aber unter den gegebenen Bedingungen so klein, daß zu deren Auszählung ein Stereomikroskop benötigt wird. Die optische Mikrokoloniezählung ist das Referenzverfahren für die elektronische Mikrokoloniezählung.

Methodenbuch VI, Grundwerk
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