MB6-C 20.2.1

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MILCH UND MILCHPRODUKTE
Lactose C 20.2.1

Methoden zur Bestimmung des Lactosegehaltes von Milch in Milchprodukten: Einführung
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Zweck und Anwendungsbereich
 
Für die chemische Bestimmung des Lactosegehaltes von Milch und Milchprodukten ist in jedem Falle die Klärung der für die Bestimmung vorgesehenen Produktlösung bzw. -aufschwemmung erforderlich. In diesem Produktionsbereich hat sich die Fällung nach CARREZ sehr gut bewäht. Die CARREZ-Lösung (Zinksulfat und Kaliumhexacyanoferrat(II)) werden in einem Mengenverhältnis zugesetzt, daß Zink im Überschuß vorhanden ist, wodurch der Kläreffekt gefördert wird. Die nicht echt gelösten Bestandteile wie Fett und Eiweiß werden mit der Zinkhexacyanoferrat(II)-Fällung mitgerissen und liegen als gut filtrierbare Niederschläge vor. Die Forderung der vollständigen Entfernung störender Stoffe ohne Adsorption von Lactose ist erfüllt. Der Zinküberschuß stört in den meisten Fällen nicht, so daß sich eine Ausfällung des Zinks durch Neutralisation mit Natronlauge erübrigt (Ausnahme: enzymatische Lactosebestimmung). Andere Klärmittel, wie Bleiacetat, Bleiessig, Tannin, Wolframsäure usw. werden dann eingesetzt, wenn durch die CARREZ-Lösungen Störungen verursacht bzw. störende Bestandteile nicht vollständig entfernt werden.
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Prinzip
 
Zur Bestimmung von Lactose wird die reduzierende Eigenschaft der Lactose selbst und der in alkalischem Milieu auftretenden Spaltprodukte ausgenützt. Als Oxidationsmittel verwendet man meistens Kupfer(II)-Komplexe. Außerdem sind auch Reaktionen mit Chloramin T, Hypojodit- bzw. Hexacyanoferrat(III)-Verbindungen gebräuchlich.

Methodenbuch VI, Grundwerk
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