MB6-C 18.1

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MILCH UND MILCHPRODUKTE
Fremdwasser C 18.1

Nachweis und Berechnung von Milchfälschungen durch Wasserzusatz und Fettentzug
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Zweck und Anwendungsbereich
 
Man spricht von Milchfälschungen, wenn durch Unachtsamkeit oder auch Absicht die Zusammensetzung der Milch zum Nachteil anderer geändert wird. In der Regel hat man mit drei Möglichkeiten der Fälschung zu rechnen: 1) Fettentzug durch Entrahmung (Abschöpfung von Milch für den Haushalt ohne Durchrühren der Kanne, ungenügendes Ausmelken, schlecht durchgerührter Milchtank u.ä.) oder durch Zusatz von Magermilch; 2) Wasserzusatz; 3) Kombinierte oder doppelte Fälschung durch Fettentzug und Wasserzusatz.
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Prinzip
 
Milchproben zur Untersuchung auf Milchfälschung dürfen mit Rücksicht auf mögliche Veränderung von Untersuchungswerten nicht konserviert werden. Zum Nachweis und zur Berechnung etwaiger Fälschungen ist neben der Untersuchung der Verdachtsprobe die einer einwandfreien Vergleichsprobe unerläßlich. Die bei der Untersuchung der Verdachtsprobe erhaltenen Werte beurteilt man nach ihrer absoluten Größe und im Vergleich zur Stallprobe.

Methodenbuch VI, Grundwerk
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