MB6-C 12.1

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MILCH UND MILCHPRODUKTE
Dichte C 12.1

Bestimmung der Dichte von Flüssigkeiten: Einführung
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Zweck und Anwendungsbereich
 
Die Dichte ist bei einer bestimmten Temperatur und einem bestimmten Druck eine konstante Größe für einen homogenen Stoff. Physikalisch ist die Dichte eines Stoffes der Quotient aus der Masse und deren Volumen.
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Prinzip
 
1) Die gravimetrische Bestimmung der Dichte erfolgt mit dem Pyknometer (C 12.2). Dazu wird die Masse der Flüssigkeit und deren Volumen bei einer konstanten Temperatur bestimmt. Die Dichte errechnet sich, indem der Massewert durch den Volumenwert geteilt wird. 2) Die Dichtebestimmung mittels Aräometer (C 12.3) beruht auf dem Gesetz des Archimedes: Die Auftriebskraft auf ein schwimmendes Aräometer ist ebenso groß, wie die Gewichtskraft der Flüssigkeitsmenge, die von ihm verdrängt wurde. Die Eindringtiefe des Aräometers ist der Dichte der zu messenden Flüssigkeit umgekehrt proportional und kann direkt abgelesen werden. Für Milch und Milchprodukte verwendete Aräometer werden auch als Spindeln oder Laktodensimeter bezeichnet. Diese sind ihrem Einsatzzweck entsprechend in verschiedenen Ausführungen erhältlich. 3) Bei der Schwingungsmessung zur Bestimmung der Dichte (C 12.4) wird ein U-förmiges Glasrohr mit der zu bestimmenden Probe befüllt und elektronisch in Schwingung versetzt. Dabei stellt sich eine von der Dichte der Probe abhängige Eigenfrequenz ein. Diese wird zur Berechnung der Dichte herangezogen. Schwingungsmessgeräte gibt es als Standgeräte oder in tragbarer Ausführung, an denen die Messwerte für die Dichte direkt angezeigt werden.

Methodenbuch VI, 6. Erg. 2003
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