MB7-3.3.6.1

Preis: 44 € zzgl. MwSt & gegebenenfalls Versand

UMWELTANALYTIK
Phenole 3.3.6.1

Bestimmung von Phenolen in Böden, Klärschlämmen, Komposten, pflanzlichem Material sowie Wasser und Abwasser mittels Gaschromatographie und massenspektrometrischer Detektion
1
Zweck und Anwendungsbereich
 
Die Methode dient zum Nachweis und zur quantitativen Bestimmung umweltrelevanter Phenole in Böden, Klärschlämmen, Komposten, pflanzlichem Material und Wasser bzw. Abwasser. Das Bestimmungsverfahren wurde mindestens mit je einem Vertreter der verschiedenen relevanten Phenoltypen überprüft und wurde als Multiphenolmethode konzipiert. Daher kann diese Analysenmethode auf Phenole ähnlicher Struktur angewendet werden. Die untere Grenze des Arbeitsbereiches liegt in der Regel bei Feststoffen im Bereich von 1 µg/kg und bei Wässern in Abhängigkeit von der Anreicherung bzw. des Einengens der Extraktlösung im Bereich von 0,01 µg/l bis 1 µg/l.
2
Prinzip
 
Die Phenole werden entweder mittels Direktextraktion durch ein Gemisch aus Aceton, Petrolether und Schwefelsäure in Gegenwart von Natriumchlorid oder durch Wasserdampfdestillation aus dem Probenmaterial isoliert. Die organische Phase wird mittels flüssigflüssig Verteilung gereinigt. Danach erfolgt die chemische Umsetzung in geeignete Derivate zur gaschromatographischen Bestimmung. Das Derivatisierungsverfahren mit Pentafluorbenzoylchlorid (PFBCl) ist für alle Phenole außer den Nitrophenolen geeignet. Die Nitrophenole sind durch Methylierung mit Diazomethan zu bestimmen. Der Nachweis sowie die Quantifizierung der Phenole wird kapillargaschromatographisch mit einem massenselektiven Detektor bzw. Massenspektrometer am besten unter Verwendung von deuterierten oder 13C-markierten Phenolen als interne Standards durchgeführt.

Methodenbuch VII, Grundwerk
© Copyright by VDLUFA-Verlag, Darmstadt
Seite 1