MB3-29.1

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FUTTERMITTELUNTERSUCHUNG
Tierische Bestandteile (PCR) 29.1

Molekularbiologischer Nachweis von tierischen Bestandteilen (PCR-Methode)
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Zweck und Anwendungsbereich
 
Die Methode beschreibt ein Verfahren sowohl zum universellen als auch zum artspezifischen Nachweis von tierischen Bestandteilen in Einzel- und Mischfuttermitteln.
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Prinzip
 
Das molekularbiologische Nachweisverfahren nutzt die Eigenschaft der Stabilität der Basenfolge der DNA (Desoxyribonucleic acid) gegenüber den in der Tiermehlproduktion und der Futtermittelherstellung üblichen Behandlungsschritten. Im ersten Schritt wird die DNA aus den Proben isoliert und deren Ausbeute überprüft. Der anschließende molekularbiologische Nachweis erfolgt durch Amplifikation von tierspezifischen DNASequenzen mit Hilfe einer PCR (Polymerase Chain Reaction). Die grundsätzliche Amplifizierbarkeit der extrahierten DNA wird kontrolliert. Die PCR-Produkte (Amplifikate) werden entsprechend ihrer Größe gelelektrophoretisch aufgetrennt und mittels Größenstandards auf die zu erwartenden Amplifikatgrößen überprüft. Um tierische Bestandteile unabhängig von der Tierart nachweisen zu können, werden Abschnitte des mitochondrialen Cytochrom b-Gens nachgewiesen. Das Cytochrom b-Gen ist für den Energiestoffwechsel der Tiere essenziell und daher im Tierreich ubiquitär verbreitet. Es enthält konservierte und auch variable DNA-Sequenzbereiche. Aufgrund der konservierten Sequenzbereiche ist der Nachweis tierischer Bestandteile möglich; auf Grund der variablen Sequenzbereiche ist ein tierartspezifischer Nachweis durch Restriktionsverdau möglich. Zusätzlich ermöglichen tierartspezifische Primerpaare den Nachweis von Tierarten.

Methodenbuch III, 8. Erg. 2012
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