MB3-18.2

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FUTTERMITTELUNTERSUCHUNG
Silage, Essig-, Butter- u. Milchsäure 18.2

Bestimmung des Gehaltes an Essig-, Butter- und Milchsäure
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Zweck und Anwendungsbereich
 
Es handelt sich um die Bestimmung der bei der Einsilierung von wirtschaftseigenen Futtermitteln mit oder ohne Sicherungszusätzen durch Gärung gebildeten Fettsäuren: Essig-, Butter- und Milchsäure. Bei manchen Sicherungszusätzen (z. B. Propionsäure) versagt die Methode.
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Prinzip
 
Die freien und gebundenen Säuren im Silageextrakt werden nach dem von WIEGNER und MAGASANIK entwickelten, von LEPPER für Essig- und Buttersäure sowie von FLIEG für Milchsäure weiter variierten und von SAUER kombinierten Verfahren durch Destillation mittels spezieller Geräte bestimmt. Aus dem wäßrigen Extrakt (1 : 10) werden nach dem Ansäuern hintereinander 100 und 50 ml und nach der Oxydation des Restextraktes mit Chromschwefelsäure weitere 50 ml abdestilliert. Die ersten beiden Destillate enthalten einen bestimmten Anteil der im Extrakt enthaltenen Essig- und Buttersäure. Im dritten Destillat findet sich ein weiterer Anteil der Essig- und Buttersäure sowie ein Teil der bei der Oxydation der Milchsäure gebildeten Essigsäure. Durch Anwendung bestimmter Obergangskonstanten lassen sich aus den Titrationswerten die im Gesamtextrakt enthaltenen Gesamtsäuremengen berechnen. Zur Berechnung der für die praktische Bewertung der Silage maßgebenden Punktzahlen bedient man sich des von FLIEG erarbeiteten ""Flieg'schen Schlüssels"", der von ZIMMER geringfügig abgeändert worden ist. Eine bessere Abstufung der Punktzahlen erreichte BRÜNNER durch Interpolation der Analysenwerte.

Methodenbuch III, Grundwerk
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