MB3-17.6.1

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FUTTERMITTELUNTERSUCHUNG
Schwefelwasserstoff und Sulfide 17.6.1

Bestimmung von Schwefelwasserstoff und Sulfiden
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Zweck und Anwendungsbereich
 
Die Methode dient der Bestimmung von durch Salzsäure zersetzbaren Sulfiden und von freiem Schwefelwasserstoff. Sulfide können in Futtermitteln durch Reduktion von sulfithaltigen Gasen bei der Herstellung von Trockenfuttermitteln (z. B. Trockenschnitzeln in Zuckerfabriken) durch Überhitzung und Kohlenstoffbildung am Trockengut entstehen. Schwefelwasserstoff tritt als Zersetzungsprodukt von Eiweiß, z. B. bei Fish-Solubles, auf.
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Prinzip
 
Beim Versetzen einer sulfidhaltigen Probe mit verdünnter Salzsäure entsteht sofort Schwefelwasserstoffgeruch; der Schwefelwasserstoff kann mit frisch hergestelltem Bleiacetatpapier qualitativ leicht nachgewiesen werden. Bei der quantitativen Bestimmung wird der Schwefelwasserstoff nach dem Ansäuern mit Salzsäure im Stickstoffstrom in eine Cadmiumacetatlösung übergeleitet. Das ausgeschiedene Cadmiumsulfid wird abgetrennt und der darin enthaltene Schwefel nach Ansäuern jodometrisch bestimmt.

Methodenbuch III, Grundwerk
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