MB3-17.3.1

Preis: 17 € zzgl. MwSt & gegebenenfalls Versand

FUTTERMITTELUNTERSUCHUNG
Fluor 17.3.1

Bestimmung von Fluor
1
Zweck und Anwendungsbereich
 
Die Methode dient der Bestimmung des Gehaltes an Fluor. Sie ist anwendbar bei allen Futtermitteln.
2
Prinzip
 
Futtermittel, die organische Substanz enthalten, werden in Nickelschalen verascht. Für Proben mit relativ hohem Fluorgehalt (z. B. Mischfuttermittel, Mineralfutter, Fischmehl sowie Rauhfuttermittel aus Fluorimissionsgebieten) kann ein normaler Muffelofen verwendet werden. Für Proben mit niedrigem Fluorgehalt muß der Muffelofen mit einem gasdichten Nickelblecheinsatz (samt der Innenseite der Ofentür) versehen sein. Die Asche kieselsäurehaitiger Proben schmilzt man mit Ätznatron, da die bei der Veraschung sich bildenden Silicium-Oxy-Fluoride das Fluor sehr fest binden. Die Schmelze nimmt man mit Wasser auf, bringt die Lösung in den Destillierkolben und gibt zur Reduktion von Mn(IV) und Ni(III) Eisen(II)-sulfat zu. Durch den Tropftrichter gibt man 24 N fluor- und nitratfreie silbersulfathaltige Schwefelsäure. Dann treibt man das Fluor als hydratisierten Fluorwasserstoff bzw. als H2SiF6 über. Einen aliquoten Teil des Destillats bzw. die gesamte Menge (nach vorherigem Einengen) färbt man mit Alizarinkomplexon und Lanthan(III)-nitrat an und mißt die Extinktion bei 620 nm.

Methodenbuch III, Grundwerk
© Copyright by VDLUFA-Verlag, Darmstadt
Seite 1