MB3-11.4.1

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FUTTERMITTELUNTERSUCHUNG
Mangan 11.4.1

Bestimmung von Mangan
1
Zweck und Anwendungsbereich
 
Die Methode dient der Bestimmung des Mangangehaltes von Futtermitteln.
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Prinzip
 
Die zur photometrischen Bestimmung von Mangan angewandten Methoden beruhen größtenteils auf der Oxydation des fast farblosen Mn(II) zum rotviolett gefärbten Mn(VII). Die gebräuchlichsten Oxydationsmittel sind Perjodat und Persulfat mit Silbernitrat als Katalysator. Das in Mineralstoffmischungen häufig in großer Menge enthaltene Chlorid muß bei diesen Methoden zuvor entfernt werden; eine Maskierung mit Quecksilbersulfat reicht bei hohen Chloridgehalten nicht aus Perjodat eignet sich für die Bestimmung von Mangan in Mineralstoffmischungen besser als Persulfat, weil die in solchen Mischungen möglicherweise vorhandenen Titanmengen das Analysenergebnis beeinflussen können. Weitere Nachteile des Persulfats können die Niederschlagsbildung mit Calcium als Calciumsulfat sowie eine eventuelle Bildung von kollodialem Silberchlorid und Zersetzung der Persulfate sein [vor allem (NH4)2S2O8 nach längerer Aufbewahrung]. Während die Farbintensität der rotviolett gefärbten Lösung nach Oxydation mit Persulfat nach 24 Std. geringer wird, ist die Lösung nach Perjodatoxydation nach monatelangem Aufbewahren noch dieselbe. Mit Schwefelsäure und Salpetersäure werden neben Chloriden auch reduzierende Substanzen sowie evtl. in der Lösung enthaltene sehr geringe Mengen organischer Substanzen entfernt. Eine durch Fe(III) hervorgerufene Störung wird durch Zusatz von Orthophosphorsäure beseitigt. Andere in Mineralstoffmischungen enthaltene Elemente stören die Bestimmung nicht. Bei sehr geringen Mangangehalten muß die Schwefelsäurekonzentration etwa 2 N, bei größeren kann sie über 3,5 N sein. Variationen innerhalb dieser Säuregehalte und ein Perjodatüberschuß beeinträchtigen die Färbung nicht.

Methodenbuch III, Grundwerk
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