MB3-7.2.4

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FUTTERMITTELUNTERSUCHUNG
Stärke – Kartoffeln 7.2.4

Bestimmung von Stärkegehaltes von Kartoffeln
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Zweck und Anwendungsbereich
 
Bestimmung des Stärkegehaltes von ganzen Kartoffeln
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Prinzip
 
Die Stärkebestimmung bei Kartoffeln erfolgt am einfachsten mit der REIMANNschen Kartoffelwaage. Sie beruht auf der Ermittlung des spezifischen Gewichts, da mit steigendem Gehalt an Stärke der Trodiensubstanzgehalt und damit auch das spezifische Gewicht zunimmt. Nach MAERCKER weicht der wirkliche Trockensubstanzgehalt von dem aus dem spezifischen Gewicht berechneten um + 0,5 %, nur selten um ± 1,0 % ab. Dagegen entspricht dem Trockensubstanzgehalt nicht immer in dem gleichen Verhältnis eine bestimmte Menge Stärke; diese kann von äußeren Bedingungen während des Wachstums abhängig sein. Bei erfrorenen oder angefrorenen Kartoffeln ist ein Teil der Stärke in Zucker umgesetzt worden; sie sind deshalb von dieser Bestimmung auszuschließen. Das gleiche gilt von stärker verdorbenen oder sonstwie anormalen Kartoffeln. Die Beziehungen zwischen spezifischem Gewicht, Trockensubstanzgehalt und Stärkegehalt sind von v. SCHEELE, SVENSSON und RASMUSSEN nachgeprüft worden. Hierbei ergaben sich direkte Beziehungen zwischen den drei Werten. Die Differenz zwischen Trockensubstanz und Stärkegehalt, die MAERCKER mit 5,75 % angibt, ist nicht konstant, sondern nimmt mit steigendem Stärkegehalt zu. Zur Berechnung des Stärkegehaltes aus dem spezifischen Gewicht wird hier die Tabelle nach LUNDEN zugrundegelegt.

Methodenbuch III, Grundwerk
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