MB3-6.1.4

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FUTTERMITTELUNTERSUCHUNG
Rohfaser 6.1.4

Schnellverfahren zur Bestimmung der Rohfaser
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Zweck und Anwendungsbereich
 
Die Bestimmung der Rohfaser in Futtermitteln ist eine ausgesprochene Konventionsmethode, die für alle Futtermittel anwendbar ist, aber nur dann richtige und vergleichbare Ergebnisse liefert, wenn mit besonderer Sorgfalt auf alle Einzelheiten der Analysenvorschrift geachtet wird.
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Prinzip
 
Unter Rohfaser versteht man den organischen, fettfreien Rückstand, der nach der Behandlung der Probe mit Säure und Lauge bestimmter Konzentrationen unlöslich zurückbleibt. Der Rückstand enthält außer Cellulose weitere Zellwandbestandteile (NAUMANN, 1939) wie Lignin, Pentosane, Hemicellulosen, Cutin, Pektin usw. Wegen der unterschiedlichen Verdaubarkeit dieser Rohfaserkomponenten kann es zweckmäßig sein, die EinzeIbestandteile getrennt zu bestimmen (NEHRING, 1960). In der Routineanalyse begnügt man sich jedoch mit dem Prinzip des von HENNEBERG und STOHMANN (1864) ausgearbeiteten altbekannten und bewährten Weender Verfahrens (1920), das nach einem Vorschlag von LEPPER (1940) als Schnellverfahren (VDLUFA, 1954) mit abgekürzter Kochdauer (10 min statt 30 min) bei stärkerer Säure- und Laugenkonzentration, als Verhandsmethode angenommen worden ist.

Methodenbuch III, 3. Erg. 1993
© Copyright by VDLUFA-Verlag, Darmstadt
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