MB3-5.1.2

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FUTTERMITTELUNTERSUCHUNG
Rohfett 5.1.2

Bestimmung von Rohfett
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Zweck und Anwendungsbereich
 
Unter Rohfett versteht man den Diäthylätherextrakt des Futtermittels. Er enthält außer den eigentlichen Fetten noch geringe Mengen anderer ätherlöslicher Stoffe wie Farbstoffe (z. B. Chlorophyll, Carotin), organische Säuren, ätherische OIe, Wachse, Harze, Sterine, Phosphatide, Lecithine und Alkaloide; andererseits ist es in den meisten Fällen nicht möglich, durch die Extraktion das Fett vollständig zu lösen, da ein Teil des Fettes erst nach Zerstörung der Zellsubstanz extrahierbar wird. Die Menge des nicht extrahierbaren Fettes beträgt im allgemeinen nur 0,5 bis 2 0/0, bei bestimmten Futtermitteln wie Trockenhefe, Milchpulver und Knochenschrot bis zur Hälfte des vorhandenen Fettes.
2
Prinzip
 
Die Probe wird mit Diäthyläther extrahiert. Vor der Extraktion ist die Analysenprobe vorzutrocknen. Dabei ist zu beachten, daß bei einzelnen Futtermitteln eine Verharzung des Fettes möglich ist; die Trocknungstemperatur darf deshalb 95 °C nicht übersteigen. Besonders empfindlich ist Leinkuchen, der im Vakuumtrockenschrank bei 60 °C oder im Wasserstoffstrom vorzutrocknen ist. Zuckerhaltige Futtermittel wie Melassemischfutter, Johannisbrotschrot müssen besonders vorbereitet werden: Die eingewogenen Proben dieser Futtermittel werden mit etwa 60 °C warmem Wasser ausgezogen, getrocknet und so zur weiteren Analyse verwendet.

Methodenbuch III, Grundwerk
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