MB3-1.9

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FUTTERMITTELUNTERSUCHUNG
Probeentnahme in Grob- und Saftfuttermitteln 1.9

Entnahme, Transport und Aufbewahrung von Grob- und Saftfutter (Grundfutter)
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Zweck und Anwendungsbereich
 
Die vorliegenden Ausführungen sind Anleitungen zur Entnahme, Verpackung und zum Transport von Proben aus Grob- und Saftfutter bis zum Eingang in die Untersuchungseinrichtung. Dabei wird auf spezielle Zielstellungen wie Erfassung des Futterwertes, des Siliererfolges und des mikrobiellen Status eingegangen. Auf Grund der vielfältigen Konservierungsformen werden im Folgenden Probenahmeverfahren unter Beachtung der guten fachlichen Praxis beschrieben. Grundlage sind die amtlichen Vorgaben (VO (EG) Nr. 52/2009 Anhang 1 zuletzt geändert durch VO (EU) Nr. 691/2013) und die VDLUFA-Methoden MB III 1.5 bis 1.8. Sieht man von speziellen Fragestellungen (Klärung von Schadensfällen, Spotproben) ab, ist es das Ziel eine repräsentative Probe zu erhalten, die hinsichtlich der zu ermittelnden Parameter eine Partie charakterisiert. In Einzelfällen (Schadensfälle, Verdachtsproben mit ungenügender Futterqualität etc.) kann es sinnvoll sein, eine selektive Probenahme durchzuführen und diese Probe einer separaten Untersuchung zuzuführen.
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Prinzip
 
Die Probenahme basiert in der Regel auf der Entnahme einer Anzahl von möglichst gleich großen Einzelproben, die zu einer Sammelprobe vereinigt werden. Die Anzahl der Einzelproben richtet sich primär nach der Größe der Partie (s. Probenahme nach VO (EG) Nr. 152/2009). In der Praxis kann die Zugänglichkeit eingeschränkt sein (z. B. geschlossene Silos, Stapelhöhe etc.). Die Sammelprobe wird dann in geeigneter Weise zur reduzierten, repräsentativen Sammelprobe verringert, aus der die Endproben entnommen werden. Diese Endproben werden dem Labor zugestellt bzw. dienen als Rückstellproben.

Methodenbuch III, 2016
© Copyright by VDLUFA-Verlag, Darmstadt
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