MB3-1.6

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FUTTERMITTELUNTERSUCHUNG
Probeentnahme 1.6

Probeentnahme von Silage
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Zweck und Anwendungsbereich
 
Im gleichen Silo befindet sich oft in den verschiedenen Schichten je nach dem Anfall an Grünfutter bei der Ernte sehr unterschiedliches Material. Man muß sich deshalb vor der Probeentnahme darüber im klaren sein, ob man eine allgemeine Durchschnittsprobe oder eine solche von einem Teil des Siloinhaltes von einem bestimmten Ausgangsmaterial bilden will.
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Prinzip
 
Bei der Entnahme von Silageproben ist folgendes zu beachten: Randpartien sowie die oberste Schicht sind von der Probeentnahme auszuschließen. Aus dem Hauptteil des Silos oder aus einer bestimmten Schicht werden von verschiedenen Stellen und aus verschiedenen Tiefen - möglichst mit einem geeigneten Probestecher - Einzelproben entnommen. Diese werden gut vermischt, und eine Probe wird in einen sauberen, trockenen Behälter von etwa 2 Liter Inhalt (Plastikbeutel, keine Kisten oder Pappkartons) so fest eingefüllt, daß möglichst wenig Luft darin verbleibt. Das Gefäß muß von der Probe ganz ausgefüllt sein und luftdicht verschlossen werden. Die Probe wird gekennzeichnet und auf dem schnellsten Wege zur UntersuchungssteIle gebracht. Zur Probenahme hat sich ein Gerät bewährt, bei dessen Verwendung das Abdecken größerer Silagemengen vor der Entnahme vermieden werden kann: Es besteht aus einem Stahlzylinder (Höhe 20 bis 30 cm, Durchmesser etwa 10 cm), dessen untere Kante angeschliffen ist und der oben mit einem Gestänge für die Einführung einer Platte zum Ausstoßen der Probe versehen ist. Mit diesem Gerät erfaßt man jeweils eine Schicht von 20 bis 30 cm Tiefe, und man kann wählen, aus welcher Tiefe das Material für die Probe genommen werden soll. Es gibt, ähnlich wie für Heu, auch für Gärfutter Bohrgeräte mit Motorantrieb, die die Entnahme von Material über größere Tiefen gestatten.

Methodenbuch III, Grundwerk
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