MB3-1.1

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FUTTERMITTELUNTERSUCHUNG
Probenentnahme 1.1

Empfehlungen zur Probenentnahme bei wirtschaftseigenen Futtermitteln
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Zweck und Anwendungsbereich
 
Die Verordnung zur Änderung der Futtermittel-Probenahme-Verordnung (s. Kap. 1.2) vom 28.10.1980 (BGBl. I, S. 2035) ergänzt die Vorschriften für die Probeentnahme hinsichtlich der wirtschaftseigenen Futtermittel (z. B. Weidepflanzen, Grünfutter, Grünfuttersilage, Heu und Stroh). Bei der Anwendung dieser Vorschriften sind folgende Hinweise zu beachten:
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Prinzip
 
Die Futtermittel sollen in dem Zustand erfaßt werden, in dem sie zur Verfütterung gelangen. Eine Probeentnahme auf dem Feld ist bei Futter, das geerntet und konserviert oder anderweitig behandelt werden soll, um so weniger zu empfehlen, je größer die Möglichkeit der Kontamination (z. B. durch Aufnahme von Schmutz bei der Ernte) oder Dekontamination (z. B. durch Abstauben oder Bröckelverluste bei der Heugewinnung oder Reinigung von Rüben) ist. Zeitpunkt und Art der Probeentnahme von Silage sind so zu wählen, daß die Silage nicht infolge des Luftzutritts verdirbt. Gegebenenfalls muß sich die Probenahme auf die zur baldigen Verfütterung vorgesehene Partie beschränken. Wenn eine Abdeckfolie durchstochen wird, sind die entstandenen Hohlräume möglichst zuzustopfen und die Löcher zu verschließen, so daß Luft und Niederschlagswasser nicht eindringen können. Der Schadstoffgehalt von Kartoffeln, Rüben, Möhren und dergl. kann durch anhaftenden schadstoffreichen Schmutz wesentlich beeinträchtigt werden. Die Proben müssen deshalb mit dem gleichen Verschmutzungsgrad zur Untersuchung gelangen, mit dem sie verfüttert werden.

Methodenbuch III, 2. Erg. 1988
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