MB1-D 3.5.2

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BODENUNTERSUCHUNG
nFK, We und nFKWe D 3.5.2

Bestimmung der nutzbaren Feldkapazität, der effektiven Durchwurzelungstiefe und der nutzbaren Feldkapazität im effektiven Wurzelraum von Böden im Gelände
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Zweck und Anwendungsbereich
 
Bestimmung des nutzbaren Bodenwasservorrats als Kennwert für die Fähigkeit natürlich gelagerter Böden mit freiem Wasserabzug, Wasser pflanzenverfügbar zu speichern, der effektiven Durchwurzelungstiefe als Maß für die Bodentiefe, aus der Kulturen ihren Wasserbedarf decken können, und der nutzbaren Feldkapazität im effektiven Wurzelraum.
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Prinzip
 
Bestimmung des nutzbaren Bodenwasservorrats (der nutzbaren Feldkapazität nFK) eines Standortes als Differenz der gravimetrisch bestimmten Wassergehalte von schichtweise zu zwei Zeitpunkten (a, b) entnommenen Bodenproben, nämlich wenn Feldkapazität (FK, s. D 3.5.1) vorliegt (a) und wenn anzunehmen ist, dass der Wasservorrat im Boden bis auf den nicht-pflanzenverfügbaren Anteil vollständig ausgeschöpft ist (b), also nach längerer Trockenperiode unter einem voll entwickelten Pflanzenbestand mit Anzeichen von Wassermangel. Ist zu diesem Zeitpunkt in den oberen Bodenschichten der Äquivalentwert des permanenten Welkepunktes sW(PWP), bestimmt nach C 4.3.2 bei pF = 4,2, unterschritten, ist dieser für die Differenzbildung zu verwenden. Umrechnung der Massenanteile in Volumenanteile der beprobten Schichten durch Übernahme der Trockenrohdichte von ungestörten Proben vom selben Standort und Berechnung des genutzten Bodenwasservorrats über die gesamte erfasste Bodentiefe (mindestens 1 m). Die effektive Durchwurzelungstiefe We ergibt sich als diejenige Bodentiefe, in der die Menge an potentiell pflanzenverfügbarem Bodenwasser dem genutzten Bodenwasservorrat entspricht. Die nutzbare Feldkapazität im effektiven Wurzelraum nFKWe ist deshalb numerisch gleich mit der nFK im insgesamt von den Pflanzen erschließbaren Bodenvolumen, bezieht sich jedoch auf eine geringere Bodentiefe.

Methodenbuch I, 6. Teillfg. 2012
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