MB1-C 7.4.1

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BODENUNTERSUCHUNG
Mechanische Belastbarkeit C 7.4.1

Ableitung der Druckbelastbarkeit landwirtschaftlich genutzter Böden aus der geschätzten Vorbelastung
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Zweck und Anwendungsbereich
 
Schätzung der Vorbelastung eines Bodens als Charakteristikum für die Verformungsstabilität mit dem Ziel, ihn vor Schäden durch übermäßige Druckbelastung zu schützen bzw. die Druckbelastung so zu steuern, dass die notwendigen Gefügeeigenschaften für die Versorgung mit Gas-, Wasser, Nährstoffen und Wärme erhalten bleiben. Die Methode ist für die Bodenschutzberatung der Landwirte vor Ort geeignet. Sie ist für steinarme (Skelettanteil < 15 %) Acker- und Grünlandböden aller Bodenarten im weich- bis steifplastischen Zustand (pF 1,8 bis pF 2,8) für beliebig wählbare Bezugstiefen anwendbar.
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Prinzip
 
Berechnung der Vorbelastung aus verformungsrelevanten und einfach zu erhebenden Bodenparametern. Grundlage sind Regressionsbeziehungen dieser Parameter zur Vorbelastung nach CASAGRANDE (1936), ermittelt aus der Setzungskurve des uniaxialen Druckversuches (s. VDLUFA-Methode C 7.3.1). Bedarfsweise (der Vorbelastungszustand ist vom funktionsnotwendigen Zustand entfernt) können Gefügeparameter eingesetzt werden, die diesem Gefügezustand entsprechen. Der dann bestimmte Parameter heißt, im Unterschied zur Vorbelastung, Druckbelastbarkeit.

Methodenbuch I, 6. Teillfg. 2012
© Copyright by VDLUFA-Verlag, Darmstadt
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