MB1-C 7.3.1

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BODENUNTERSUCHUNG
Drucksetzung C 7.3.1

Bestimmung des Drucksetzungsverhaltens (Ödometerversuch)
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Zweck und Anwendungsbereich
 
Bestimmung der Spannungsverhältnisse im Boden als Voraussetzung zur Ableitung der Druckbelastbarkeit. Die Methode ist für ungestörte und gestörte luftführende Bodenproben mit einem Skelettanteil bis 15 % geeignet. Sie kann in situ und an Volumenproben durchgeführt werden, letztere vorzugsweise im ungestörten aber auch im gestörten Zustand.
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Prinzip
 
Nach Herstellung einer definierten Wasserspannung Belastung ungestörter oder gestörter Bodenproben mit abgestuftem Druck im einaxialen Druckversuch und Feststellung der hierdurch erzeugten Setzung der Probe. Aus den summierten Setzungsbeträgen wird die Porenziffer für jede Laststufe berechnet, diese dem Logarithmus des jeweiligen Druckes zugeordnet und beide in einem Diagramm dargestellt. Durch Verbindung der Messpunkte erhält man die Drucksetzungskurve, aus der u. a. die Vorbelastung abgeleitet werden kann. Die Variation des Drucks (der Normalspannung) kann über unterschiedliche Massenauflagen (Laststufen) mechanisch oder über hydraulisch betriebene Druckzylinder erfolgen. Möglich ist die Durchführung auch in situ auf Oberflächen freigelegter Bodenschichten.

Methodenbuch I, 5. Teillfg. 2007
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