MB1-C 2.2.2

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BODENUNTERSUCHUNG
Korngrößenanalyse Laser C 2.2.2

Texturanalyse des Feinbodens mittels Nasssiebung und Laseranalyse
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Zweck und Anwendungsbereich
 
Bestimmung der Bodenart von Mineralböden aller Art mit Gehalten an organischer Substanz bis zu 10 %. Das Verfahren ist auch geeignet für Böden mit hohem Anteil an wasserlöslichen Bestandteilen (z. B. stark gipshaltige Böden). Das Ergebnis weicht in der Regel von dem des Normverfahrens (C 2.2.1) ab, kann jedoch durch Regressionsgleichungen angepasst werden, die durch Vergleichsuntersuchungen an Proben bekannter geologischer Herkunft ermittelt wurden. Dann erlaubt das Verfahren die Einordnung der Böden in die Bodenartenklassifizierung des VDLUFA (s. A 5.2.2) bzw. nach DIN 4220 (Körnungsartendreieck). Wenn die geologische Herkunft nicht bekannt ist, kann die Methode zu Fehleinschätzungen führen.
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Prinzip
 
Beugung des Lichtes an den Begrenzungskanten zweier Medien mit unterschiedlichem Brechungsindex, Erfassung der Beugungsbilder mittels Sensorfeld und daraus Berechnung der Partikelgrößen nach der FRAUNHOFER-Theorie und statistische Bestimmung der Anteile der Korngrößenfraktionen. Der Messbereich der Geräte kann von Partikelgrößen zwischen 2 mm bzw. 0,06 mm bis 0,001 mm reichen. Kleinere Korngrößen werden erfasst, müssen aber nach der MIE-Theorie klassifiziert werden (MÜLLER und SCHUHMANN, 1996). Größere Partikel sind ggf. zuvor mittels Siebung abzutrennen. Die beschriebene Methode bezieht sich auf Geräte, die Laser der Wellenlänge 632,8 nm verwenden.

Methodenbuch I, 5. Teillfg. 2007
© Copyright by VDLUFA-Verlag, Darmstadt
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