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BESTIMMUNG VON GESAMTSTICKSTOFF NACH TROCKENER VERBRENNUNG (ELEMENTARANALYSE)

 

Zweck und Anwendungsbereich

Böden aller Art

 

Prinzip

Erhitzen der Probe im Sauerstoffgasstrom auf mindestens 900 °C, dadurch Oxidation und/oder Verflüchtigung der minerali-schen und organischen Stickstoffkomponenten. Nach anschlie-ßender Reduktion im Gasstrom Bestimmung des elementaren Stickstoffs durch thermische Konduktometrie.

BESTIMMUNG DER TROCKENROHDICHTE (DENSITOMETERVERFAHREN)

 

Zweck und Anwendungsbereich

Bestimmung der Trockenrohdichte von skelettreichen Böden, in denen eine repräsentative Probenahme mit Stechzylindern (A 1.2.5) nicht möglich ist.

Prinzip

Das Verfahren basiert auf der Entnahme von Bodenmaterial aus einer zuvor präparierten Ebene in einem Bodenprofil, der Bestimmung des Volumens des dabei entstandenen Hohlraumes mit einer wasserge­füllten dehnbaren Blase (Volumenersatzmethode) sowie dem Trock­nen und Wägen des entnommenen Bodens. Die Trockenrohdichte ergibt sich aus dem Bezug der Trockenmasse auf das so bestimmte Bodenvolumen.

BESTIMMUNG DER TROCKENROHDICHTE VON BODENPROBEN (STECHZYLINDERVERFAHREN)

 

Zweck und Anwendungsbereich

Bestimmung der Trockenrohdichte steinfreier bis steinarmer Böden aller Art als Parameter des Gefügezustandes und zur Berechnung des Porenanteils (unter Einbeziehung der Kornroh­dichte, s. C 1.2.1 oder C 1.2.2) sowie zur Berechnung des Vorrates an Nährstoffen bzw. des Volumenanteils an Bodenwasser aus den jewei­ligen Masseanteilen. Die Methode gleicht dem in DIN ISO 11272 beschriebenen Verfahren und führt zu gleichen Ergebnissen.

 

Prinzip

Bestimmung der Masse einer bei 105 °C getrockneten Bodenprobe mit bekanntem Volumen und Bezug dieser Trockenmasse auf das Volumen.

BESTIMMUNG VON LÖSLICHEM SCHWEFEL IN BODENPROFILEN (Smin)

Zweck und Anwendungsbereich

Mineralböden.

Prinzip

Bestimmen des Gehaltes an löslichem Schwefel in nach A 6.1.4.1 vorbehandelten Bodenproben mittels optischer Emissionsspektro­metrie mit induktiv gekoppeltem Plasma (ICP-OES) bei einer geeigneten Wellenlänge und Berechnen des Untersuchungsergebnisses, bezogen auf 1 ha trockenen und steinfreien Boden, bis auf eine Profiltiefe von in der Regel 6 dm.

BESTIMMUNG VON PHOSPHOR UND KALIUM IM CALCIUM–ACETAT–LACTAT–AUSZUG
Verbandsmethode

 

Zweck und Anwendungsbereich

Böden aller Art und gärtnerische Kultursubstrate.

Prinzip

Extraktion der Nährstoffe Phosphor und Kalium mit einer sauren, auf pH 4,1 gepufferten Lösung aus Calciumacetat, Calciumlactat und Essigsäure aus lufttrockenen Böden (jedoch auch feldfeuchten Moor- und Anmoorböden) bzw. gärtnerischen Kultur­substraten, die vor der Bestimmung auf einen zum Eintopfen optimalen Wassergehalt eingestellt wurden, und anschließend fotometrische Bestimmung sowie rechnerische Korrektur zu niedrig erfasster P-Gehalte carbonatreicher Böden, vornehmlich mit pH-Werten ≥ 7,1 in Calciumchloridsuspension.

BESTIMMUNG DES pH-WERTES
Verbandmethode

 

Zweck und Anwendungsbereich

Bestimmung des pH-Wertes in Böden, Kultursubstraten aller Art und deren Ausgangsstoffen.

Prinzip

Elektrometrische Messung der H+-Ionen-Aktivität - ausgedrückt als deren negativer dekadischer Logarithmus - in einer Suspension.

Die Suspension dieser Methode ist ein Gemisch aus dem Ausgangsmaterial und einer Salzlösung mit neutraler Reaktion (Calcium- oder Kaliumchlorid) oder Wasser im Verhältnis 1 + 2,5 (m + V) bei der Untersuchung von Mineralböden bzw. (V + V) bei Moorböden und Kultursubstraten.

BESTIMMUNG VON ORGANISCHEM KOHLENSTOFF DURCH VERBRENNUNG UND GASANALYSE (Differenzmethode)

 

Zweck und Anwendungsbereich

Bestimmung des Gehaltes an organischem Kohlenstoff in Mineral­böden. Die organische Substanz (Humusgehalt) kann daraus durch Multiplikation mit einem empirischen Faktor berechnet werden.

 

Prinzip

Die Probe wird im Sauerstoffstrom bei Temperaturen von 900 bis 1.500 °C verbrannt bzw. zersetzt. Das entstehende Kohlendioxid wird nach Entfernung störender Verbrennungsprodukte mittels Wärmeleit- oder Infrarot-Detektor gemessen. Anorganische Kohlenstoff­verbindungen werden durch Behandlung mit nichtoxidierenden Säuren vorher zerstört (Verfahren A) oder parallel bestimmt und rechnerisch korrigiert (Verfahren B).

DIREKTE BESTIMMUNG VON ORGANISCHEM KOHLENSTOFF DURCH VERBRENNUNG BEI 550 °C UND GASANALYSE

 

Zweck und Anwendungsbereich

Bestimmung des Gehaltes an organischem Kohlenstoff in Mineral­böden. Die organische Substanz (Humusgehalt) kann daraus durch Multiplikation mit einem empirischen Faktor berechnet werden.

Prinzip

Die Probe wird im Sauerstoffstrom bei einer Temperatur von 550 °C verbrannt bzw. zersetzt. Das freigesetzte Kohlendioxid (CO2) wird nach Entfernung störender Verbrennungsprodukte mittels Wärmeleit- oder Infrarot-Detektor gemessen und daraus der Gehalt an organisch gebundenem Kohlenstoff (TOC) berechnet. Anorganische Kohlen­stoffverbindungen werden bei einer Verbrennungstemperatur von 550 °C nicht miterfasst bzw. können vernachlässigt werden.